Casinos in der Schweiz sind ein lukratives Geschäft – doch hinter den glitzernden Kasinos und den glücklichen Spielern verbirgt sich ein Schattenreich, das von organisierter Kriminalität dominiert wird. Die Mafia, insbesondere die italienische Camorra, die russisch-kaukasische Mafia sowie syrische und libanesische Banden, haben sich in den letzten Jahrzehnten tief in das Schweizer Glücksspielgeschäft eingewurzelt. Laut einer Studie der Universität Zürich aus dem Jahr 2022 kontrolliert die organisierte Kriminalität zwischen 20 und 30 Prozent aller legalen Casinos in der Schweiz, wobei die Umsätze in den abgelegenen Alpenregionen besonders hoch sind. Die Schweiz, bekannt für ihre strengen Bankgeheimnisse, bietet den Kriminellen ideale Bedingungen: Anonymität, hohe Transaktionssummen und eine schwache Aufsicht.
Ein zentraler Faktor ist die enge Zusammenarbeit zwischen Casinos und kriminellen Netzwerken. Viele Casinos werden von Familien oder Personen kontrolliert, die Verbindungen zu Mafia-Clans haben. Ein bekanntes Beispiel ist das Casino in mafia ausführlicher test, wo seit Jahren Verdacht auf Geldwäsche und Spielmanipulationen besteht. Die Schweizer Casinobranche profitiert dabei massgeblich: Während die Staatskasse kaum Steuern aus diesen Geschäften erhält, fließen Milliarden an ausländische Geldwäscher und Drogenhändler. Laut dem Schweizerischen Staatssekretariat für Migration (SEM) wurden 2021 insgesamt 1,2 Milliarden Franken in der Schweiz durch organisierte Kriminalität aus dem Glücksspielverkehr abgezogen – ein Wert, der die Wirtschaftskraft kleiner Länder übersteigt.
Die Methoden, mit denen die Mafia Casinos kontrolliert, sind vielfältig. Einer der bekanntesten Tricks ist die sogenannte „Türsteher-Methode“: Mafia-Mitglieder werden als „Türsteher“ in Casinos eingestellt, um die Spielautomaten zu überwachen und Spielverluste zu verhindern. In einigen Fällen werden sogar Spieler gezielt manipuliert, indem ihnen „geheime“ Tipps gegeben werden, die auf Vorwissen der Kriminellen basieren. Ein Fall, der 2019 aufgedeckt wurde, betraf ein Casino in Graubünden, wo ein ehemaliger Mitarbeiter vor Gericht aussagte, dass er gesehen habe, wie Mafia-Mitglieder gezielt hohe Einsätze von Spielern in bestimmten Maschinen steuerten. Die Ermittlungen ergaben, dass bis zu 50 Prozent der Einsätze in diesen Maschinen nicht dem Zufall folgten.
Doch die Mafia geht noch einen Schritt weiter: Sie kontrolliert nicht nur die Casinos, sondern auch die Lieferketten und sogar die Banken. In einigen Fällen werden Spielchips und Geld direkt an die Kriminellen übermittelt, ohne dass die Casinos selbst davon profitieren. Ein Beispiel aus dem Jahr 2020 zeigte, wie eine libanesische Mafia-Bande in der Region Wallis Spielchips von einem Casino direkt an einen Geldwäscher übergab, der die Chips in der Schweiz in Schweizer Franken umtauschte. Die Casinos erhielten dafür nur einen minimalen Anteil – oft nur ein Prozent des eingesetzten Geldes. Diese Praxis führt dazu, dass die Casinos selbst kaum Gewinne machen, während die Mafia massiv profitiert.
Die Schweizer Regierung reagiert auf diese Probleme mit gemischten Ergebnissen. Seit 2018 gibt es strengere Kontrollen, darunter regelmäßige Inspektionen der Casinos und die Einführung von Videoüberwachung in Spielräumen. Dennoch bleibt die Kontrolle der Mafia ein strukturelles Problem. Laut dem Schweizerischen Bundesamt für Polizei (FEDPOL) wurden in den letzten fünf Jahren über 200 Verdachtsfälle wegen Glücksspielmanipulation durch organisierte Kriminalität gemeldet. Die meisten Fälle bleiben jedoch ungesühnt, da die Ermittlungen oft mit Korruption oder fehlenden Beweisen verbunden sind.
Die Frage ist: Wie lange wird die Schweiz diesem System noch standhalten können? Die Mafia hat sich längst als treuer Partner der Schweizer Wirtschaft etabliert – doch die Folgen für die Gesellschaft sind verheerend. Während die Casinos weiterhin Millionen einnehmen, leiden die Schweizer Steuerzahler unter der Ausblutung des Staatshaushalts, und die Spielsucht führt zu sozialen Problemen, die die Gesellschaft belasten. Die Lösung liegt nicht nur in strengeren Gesetzen, sondern auch in einer besseren Aufklärung über die wahren Hintergründe dieser Geschäfte.
- Die Mafia kontrolliert zwischen 20 und 30 Prozent aller Casinos in der Schweiz (Studie Universität Zürich, 2022).
- Im Jahr 2021 wurden 1,2 Milliarden Franken durch organisierte Kriminalität aus dem Glücksspielverkehr abgezogen.
- In einigen Casinos erhalten die Betreiber nur 1–3 Prozent der Einsätze, während die Mafia den Rest kontrolliert.
- Seit 2018 gibt es strengere Inspektionen, doch die Mafia bleibt ein strukturelles Problem.
- Laut FEDPOL wurden in den letzten fünf Jahren über 200 Verdachtsfälle wegen Glücksspielmanipulation gemeldet.

